Unsere BegleiterInnen

Warum begleiten wir?

Margarete Kugler-Paschke: Es kommt immer wieder vor, wenn Leute mitbekommen, dass ich aktiv bei der Hospizbewegung tätig bin heißt es oft: "Du, das finde ich toll, dass Du das machst, aber ich könnte das nicht!" Es stellt sich mir dann die Frage: warum eigentlich nicht? Ist es eine gewisse Scheu, sich mit dem (noch) Tabuthema Sterben und Tod auseinander zu setzen oder verdrängt man die Gedanken an die eigene Endlichkeit? Wenn ich am Bett eines Schwerstkranken oder Sterbenden sitze, ist es für mich wichtig, einen ersten Kontakt her zu stellen. In den meisten Fällen findet dieser nonverbal statt. Sei es durch Augenkontakt und/oder kleinen Berührungen. Ist die zu begleitende Person alleine, will ich ihr vermitteln, dass sie nicht alleine ist und ich Zeit habe. Zu Beginn meiner Begleitungen war es für mich etwas schwierig die Stille auszuhalten. Mittlerweile ist dies überhaupt kein Problem mehr. Im Gegenteil. Die Stille hat etwas beruhigendes, fast mystisches. Wenn ich die Gelegenheit habe mit den Angehörigen zu reden, erfahre ich viel aus dem oft bewegten Leben der betroffenen Person. Die Angehörigen sind dankbar, dass ich da bin, ihnen einfach nur zuhöre und ihnen die Gelegenheit gebe etwas zu "verschnaufen". Sei es z.B. eine Pause zu machen, etwas zu besorgen oder einen Spaziergang zu machen. Denn sie haben die Gewissheit, dass jemand da ist und sie problemlos für eine Weile das Zimmer verlassen können.

Ich "opfere" nicht meine Zeit. Ich bringe mich ein und bekomme viel zurück. Ein Lächeln, ein  dankbarer Blick, ein Händedruck der leicht erwidert wird, Angehörige, die mich einfach in den Arm nehmen und, und.

Dies ist nur ein kurzer Abriss von dem was ich als Begleiterin mache und erfahre.

Fazit: Ehrenamtliche Hospizarbeit lohnt sich. Machen Sie mit!

Jutta Schlimpert: Ehrenamtliches Engagement ist für mich ein wichtiger Teil meines Lebens. Über eine Freundin, die schon länger als Hospizbegleiterin tätig ist und begeistert davon erzählte, bin ich auf diesen Aufgabenbereich aufmerksam geworden. Schon in der Ausbildung habe ich einen guten Einblick in die vielfältigen Bereiche bekommen und auch wertvolle Erfahrungen für mich persönlich machen können. Im praktischen Teil der Ausbildung im Hospiz und Pflegeheim wurde mir klar, wie wichtig diese Arbeit ist und wie viel ich für mein eigenes Leben lerne. Die Einsätze im privaten Umfeld vor Ort und im Pflegeheim sind ganz unterschiedlich. Ich weiß nie genau, was mich bei meinem Besuch gerade erwartet und wie ich die begleitete Person antreffen werde. Oft genügt es einfach da zu sein, die Hand zu halten, zu erspüren, was meinem Gegenüber gut tut. Ein Gespräch ist oft nicht möglich. Meist bekomme ich einen liebevollen Blick zurück oder meine Berührung wird dankbar erwidert. Auch die Unterstützung oder ein Gespräch mit den Angehörigen kann wichtig sein. So gehe ich immer beschenkt nach Hause und weiß, dass die dort verbrachte Zeit sinnvoll und wertvoll war - für die besuchte Person, aber auch für mich.

Bernhard Weißhaar: Ich engagiere mich in der Hospizbewegung, weil durch uns Ehrenamtliche ermöglicht wird, dass mehr Menschen begleitet (und nicht alleine!) das Lebensende begehen können.

Auch die Entlastung von Angehörigen gehört zu unserer Aufgabe, da diese in diesen schweren Zeiten oft überlastet sind. Freiraum schaffen und einfach da sein und zuhören kann sehr hilfreich und tröstlich sein. 

Ich bin Hospizbegleiter, weil ich aus meiner persönlichen Entwicklung heraus die Kraft und den Mut dazu habe. Gerne schenke ich dazu das Wertvollste was ich habe.. meine Zeit! Das Sterben gehört zum Leben und macht unser Leben erst wertvoll. Dies anzunehmen und meinen Sinn zu finden ist mein Antrieb. Hospizarbeit heißt für mich, immer wieder Dankbarkeit und (Mit-)Menschlichkeit zu geben und zu erhalten.

Aus unserem bunten Team an qualifizierten ehrenamtlichen Begleiterinnen
und Begleitern wählen wir für die passende Person aus.

Was uns bewegt

Wir begleiten Menschen,
weil wir mittragen möchten, was uns allen so schwer geworden ist
 

Ich begleite Menschen,
weil ich ihnen beistehen will, sie nicht alleine lassen möchte


Ich begleite Menschen,
weil ich ihnen in der schwersten Zeit ihres Lebens beistehen möchte


Ich begleite Menschen,
weil ich meinen Glauben leben und meinen Nächsten beistehen möchte


Wir begleiten Menschen,
weil wir sie mit ihren Ängsten und Nöten nicht alleine lassen wollen