begleitung während der corona-pande-mie

 

 

28.08.2020  Dank einer Familie zur Sterbebegleitung in Coronazeiten

 

Das Sozialministerium mit der Verordnung vom 18.05.2020 hat es ermöglicht, Menschen, die im Sterben liegen im Pflegeheim hospizlich zu begleiten.

Wie wichtig unsere Arbeit auch oder gerade in dieser Zeit ist, zeigt ein Brief einer Familie, der uns erreicht hat.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben wir den Namen des Begleiters und der Familie in der Veröffentlichung weggelassen .Die Familie hat der Veröffentlichung zugestimmt, dafür danken wir recht herzlich.

Herzlichen Dank auch der Pflegeeinrichtung, die die Begleitung unterstützt und möglich gemacht hat. 

18.05.2020 Gelockerte Besucherregelungen für Pflegeheime auch in der Begleitung sterbender Menschen

Diese neuen Regelungen ermöglichen wieder leichter  die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden durch Ehrenamtliche von Hospizdiensten. Für die Begleiterinnen und Begleiter gilt dann, dass sie sich 24 Stunden zuvor anmelden müssen. Außerdem gelten die Hygienepläne der jeweiligen Pflegeheime, in denen sterbende Menschen besucht werden.

Behelfsmasken für Begleitungen gespendet

Um zukünftig in unseren Begleitungen unser "Gegenüber" vor einer möglichen Ansteckung zu schützen haben fleißige Näherinnen uns Behelfsmasken genäht und gespendet. Dafür bedanken wir uns ganz  - lich bei Sabine Hummel und Gaby Jerke. Schön, dass Menschen auch auf diese Art und Weise unsere Arbeit unterstützen.

Bei Personen, die an Covid-19 erkrankt waren und verstarben, darf wegen der Infektionsgefahr kein Verabschieden am Sterbebett oder am offenen Sarg stattfinden. Die Verstorbenen müssen kremiert werden, eine Erdbestattung ist nicht erlaubt.

Diese Regelungen sind wichtig und richtig, um die Pandemie einzudämmen. Gleichwohl entsprechen sie nicht dem Umgang mit Verstorbenen, den wir in normalen Zeiten als würdig erachten würden. Besondere Umstände und besondere Zwangslagen haben eine Auswirkung auf das, was ethisch geboten und richtig ist. Und: für den würdigen Umgang mit einem Verstorbenen spielen auch die Umstände und die Haltung mit der dies getan wird, eine wichtige Rolle. Die Angehörigen vorab über diese Einschränkungen zu informieren und sie zu begleiten ist Aufgabe des Pflegepersonals und unserer Begleiter/innen.
Helfende Rituale des Abschieds müssen bei all denjenigen, die in dieser Zeit der Pandemie versterben- unabhängig von der Erkrankung, die zum Tode führte, nun in anderer Form als symbolischer Akt der Vergegenwärtigung des verstorbenen Menschen stattfinden.
Es gilt nun Trauernde zusammenzuführen, wo sie nicht an einem Ort sein können, Abschied dort zu feiern, wo Orte gute Erinnerungen bereithalten. Und es können auch virtuelle Möglichkeiten genutzt werden. Hier können wir als Hospizdienst informieren und dem Angebot von Ritualen unterstützend tätig sein.
(Informationen aus dem Infobrief,Pia Haas-Unmüßig
Referat Diakonie-/Sozialstationen (Süd), Sozialraumentwicklung und Hospiz),Symbolfoto

Die Rechtsverordnungen zur Eindämmung der Coronapandemie wirken sich ganz konkret auf die Arbeit der Hospizgruppen im Land aus.

Zum Schutz der Risikogruppen, die naturgemäß einen großen Anteil der begleiteten Menschen in der Hospizarbeit ausmachen, können unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen oft nicht mehr vor Ort an den Sterbebetten und in den Familien und in den Pflegeeinrichtungen Unterstützung leisten. 

Unser Ziel ist es jedoch gerade auch unter den jetzt vorherrschenden Bedingungen sterbende Menschen und deren Angehörige bestmöglichst zu begleiten und beizustehen.

Die Erfahrung zeigt, dass Familien, die einen sterbenden Angehörigen begleiten, oft Unterstützung brauchen, indem sie über das, was sie gerade erleben, sprechen und Fragen stellen können. Auch sterbenden Menschen, die noch dazu in der Lage sind, kann ein Gespräch eine Hilfe sein.

Die ambulante Hospizbewegung  weist unter diesen außergewöhnlichen Umständen auf die Möglichkeit der telefonischen Begleitung durch geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter/innen hin.

Begleitungen im häuslichen Bereich vor Ort sind unter abgesprochenen Voraussetzungen möglich. Genaue Informationen erhalten Sie in unserer Geschäftsstelle. Scheuen Sie sich nicht uns anzurufen.

Wenn Hilfe gebraucht wird, können die Koordinatoren unter der Telefonnummer 0 77 21- 40 87 35 Mo-Fr von 10.00 Uhr -14.00 erreichen. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschalten. Wir rufen Sie schnellstmöglichst zurück.